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Tipps

Bitte leise sein: Stressfaktor Lärm

Der Verkehr in der Großstadt, die Baustelle vor der Haustür oder das Gespräch der Kollegen im Büro: Welche Geräusche wir als unangenehm empfinden, ist sehr individuell. Doch wo genau liegt der Unterschied zwischen normalen Alltagsgeräuschen und lästigem Lärm? Das Umweltbundesamt definiert es so: „Schall wird zu Lärm, wenn er Störungen, Belästigungen, Beeinträchtigungen oder Schäden hervorruft.” Tatsächlich kann ein in Stärke oder Dauer zu starker Geräuschpegel zu nachhaltigen gesundheitlichen Problemen führen. Fakt ist deshalb: Eine Dauerbeschallung sollte vermieden werden.

Unterschätze Gefahr: Die Lautstärke

Schon kurzzeitig hohe Schallspitzen können das Gehör schädigen. Die Folgen reichen von Tinnitus bis zur Schwerhörigkeit. Im Arbeitsleben ist das Tragen eines geeigneten Hörschutzes bei mehr als 85 Dezibel (dB) deshalb Pflicht.

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In der Freizeit wird das Problem allerdings oft unterschätzt. So liegt der Lärmpegel in einem Fußballstadion im Schnitt bei 105 dB, die eines Konzerts bei 110 dB. Gefahr geht auch von beliebten „Accessoires“ aus: Aufblasbare Klatschhilfen bringen es laut Messung der Lübecker Akademie für Hörakustik auf einen Schallpegel von bis zu 120 dB – ein startender Düsenjet auf 125 dB. Somit kann auch Lärm, den wir nicht bewusst als solchen wahrnehmen, das Innenohr irreversibel schädigen.

Nicht nur die Lautstärke macht den Lärm

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Falls Sie sich gerade fragen, warum Ihnen der Krach beim letzten Pop-Konzert nicht aufgefallen ist, der tropfende Wasserhahn Sie nachts aber in den Wahnsinn treibt: Schuld sind unsere Vorfahren.

Sie mussten sich früher vor Raubtieren in Acht nehmen, und da sie nachts nicht gut sahen, reagierte das Gehör umso sensibler. Daran hat sich bis heute nichts geändert: Unsere Ohren „schlafen“ praktisch nie und schon ein geringes Geräusch kann „Lärm“ und einen gestörten Schlaf bedeuten.

Lärm stresst den Körper

Der tropfende Wasserhahn oder die Verkehrsstraße vor dem Fenster sind zwar nicht gehörschädigend, werden aber zur Gesundheitsgefahr, weil sie für die Ausschüttung von Stresshormonen verantwortlich sind. „Auch wenn wir es nicht merken: Grundsätzlich wirkt Lärm sich auf den gesamten Organismus aus“, erklärt Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker (biha). Die Folge: negative Veränderungen bei Blutdruck, Herzfrequenz und anderen Kreislauffaktoren – bis hin zum Herzinfarkt.

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Fatal: Da viele der Prozesse unbewusst ablaufen, stellen sich solche negativen Folgen auch bei Menschen ein, die glauben, sich an den Lärm in ihrer Umgebung gewöhnt zu haben. Ihr Körper hat es ganz sicher nicht. Echte Abhilfe schafft tatsächlich nur die Vermeidung von Lärm. Lässt sich ohne weiteres kein Abstand zur Lärmquelle schaffen, gibt es allerdings bewährte Hilfsmittel wie Ohrstöpsel, lassen Sie sich dazu gerne in Ihrer Apotheke beraten, oder Kapselgehörschützer.

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